Nielsen: Printmedien profitieren am meisten vom Werbewachstum

Freitag, 16. Oktober 1998

Rund 21 Milliarden Mark investierte die werbungtreibende Wirtschaft in den ersten drei Monaten 1998 in die Schaltung von Anzeigen und Werbespots. Das entspricht nach Angaben der AC Nielsen Werbeforschung S+P einem Plus von 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Vor allem die Printmedien konnten mit einem Plus von 11,4 Prozent deutlich am Wachstum partizipieren. Allein die Publikumszeitschriften steigerten ihren Bruttowerbeumsatz um 6,6 Prozent auf 4,84 Milliarden Mark. Wie bereits in der Halbjahresbilanz schnitten die Zeitungen hervorragend ab: ein Plus von 17,5 Prozent bescherte ihnen einen Bruttowerbeumsatz von 4,87 Milliarden Mark. Die Fachzeitschriften legten um 4,9 Prozent auf 649,5 Millionen Mark brutto zu. Wie bereits im ersten Halbjahr überholen die Printmedien damit weiterhin das Werbefernsehen. Die Fernsehsender legten insgesamt um 7,8 Prozent auf 8,85 Milliarden Mark brutto zu. Dabei verbuchen die privaten Sender mit 8,19 Milliarden Mark den Großteil der Einnahmen auf ihren Konten (plus 7,6 Prozent). Die öffentlich-rechtlichen Sender nahmen 657,7 Millionen Mark brutto an Werbegeldern ein. Der Hörfunk stagniert weiter (plus 0,5 Prozent) und kommt auf Bruttowerbeeinnahmen von insgesamt 1,17 Milliarden Mark. Weiter positiv im Trend liegt das Plakat: Ein Plus von 17,6 Prozent beschert dem Werbeträger 618,5 Millionen Mark Bruttowerbeeinnahmen.
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