Nielsen Media Research: Bruttowerbeumsätze wachsen um 7 Prozent

Mittwoch, 14. April 2004

4,14 Milliarden Euro brutto wurden im 1. Quartal 2004 nach der Erhebung von Nielsen Media Research in klassische Werbung investiert. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahresquartal einem Plus von 7 Prozent. Die TV-Sender können sich dabei über ein Bruttowachstum von 6,8 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro freuen. Die Tageszeitungen - ohne Rubrikanzeigengeschäft - verbuchen ein Plus von 12,6 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Die Publikumszeitschriften verzeichnen eine Steigerung von 4,2 Prozent auf 881 Millionen Euro und die Plakatanbieter ein Plus von 2,6 Prozent auf 121 Millionen Euro. Die Gattung Radio legen mit 0,5 Prozent auf 220 Millionen Euro brutto und die Fachzeitschriften um 0,3 Prozent auf 107 Millionen Euro zu.

"Das Plus im 1. Quartal 2004 kam zwangsläufig aufgrund des schwachen Vorjahres zustande", interpretiert Ludger Vornhusen, Geschäftsführer der Nielsen Media Research, die Entwicklung: "Diese eher technische Reaktion wird sich in der Höhe für 2004 leider nicht fortsetzen." Zum positiven Impuls im 1. Quartal tragen vor allem die Bereiche Telekommunikation, Finanzen und Handel bei. 76 Millionen Euro mehr als im Vorjahresquartal haben die Telekommunikationsunternehmen in Werbung investiert. Die Finanzdienstleister steigerten ihre Spendings um knapp 67 Millionen Euro, die Discounter gaben 32 Millionen Euro mehr als in den ersten drei Monaten des Vorjahres aus. Auch die Touristikkonzerne greifen mit 20 Millionen Euro wieder stärker in die Tasche. Die Automobilhersteller (minus 1,8 Prozent) und Pharmaunternehmen (minus 9,9 Prozent) gaben dagegen weniger für Werbung aus. sch
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