News Corp. zieht sich aus China zurück

Dienstag, 10. August 2010
Rupert Murdoch
Rupert Murdoch

Die China-Strategie von Rupert Murdoch und seiner News Corp. ist offenbar gescheitert. Wie der US-Medienkonzern am Montagabend mitgeteilt hat, habe man den Mehrheitsanteil an drei chinesischen Fernsehsendern verkauft. Der Käufer, der staatliche chinesische Beteiligungsfonds China Media Capital (CMC), habe sich das Geschäft Medienberichten zufolge rund 121 Millionen Euro kosten lassen. Zudem heißt es, News Corp. behalte jedoch knapp 50 Prozent der Anteile an Xing Kong, Xing Kong International und Channel Mainland China. Hinter CMC, 2009 gegründet, steht der chinesische Medienkonzern Shanghai Media Group und die China Development Bank.

Der Schritt wird in Medienkreisen als Rückzug aus dem kommunistischen Land bewertet. Ursprünglich plante Murdoch, sich in China mit eigenständigen TV-Sendern zu etablieren. Die Regierung dagegen möchte bei sämtlichen Sendern die Zügel nicht aus der Hand geben. jm
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