News Corp und Microsoft verhandeln über Online-Bündnis

Montag, 23. November 2009
Rupert Murdoch zeigt den Verlagen, wo es langgeht
Rupert Murdoch zeigt den Verlagen, wo es langgeht

Rupert Murdoch macht Ernst: Der Medienkonzern News Corp und der Softwareriese Microsoft verhandeln Medienberichten zufolge über ein Internetbündnis. Inhalte von News Corp wie zum Beispiel das Online-Portal des "Wall Street Journal" wären dann nur noch über die Microsoft-Suchmaschine Bing auffindbar. Wie die "Financial Times" berichtet, befinden sich die Verhandlungen allerdings noch in einem sehr frühen Stadium. Microsoft versucht derzeit Verlage auch über finanzielle Anreize zu einem Wechsel von Google zu Bing zu bewegen. Wie die Bezahlung der Verlage aussehen könnte, ist allerdings noch unklar. Auch in den Verhandlungen zwischen News Corp. und Microsoft gehört diese Frage nach einem Bericht des "Wall Street Journal" zu den schwierigsten Fragen überhaupt.

Erst in der vergangenen Woche hatte die Meldung für Aufsehen gesorgt, Microsoft habe bei einem Geheimtreffen versucht, mehrere europäische Verlage - darunter Axel Springer und die Financial Times -  zu einem Wechsel von Google zu Bing zu bewegen. Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner hat Geheimverhandlungen mit Google inzwischen dementiert.

Suchmaschinenexperten warnen Verlage zudem vor einer Abkehr von Google. Nach ihrer Meinung würde die Sperrung von Google bei vielen Online-Angeboten zu einem dramatischen Einbruch der Zugriffszahlen führen. "Microsoft kann gar nicht so viel Geld zahlen, wie Verlage verdienen können, wenn sie den Google-Traffic schlau monetarisieren", sagt zum Beispiel Christoph Burseg, der als Managing Partner von The Reach Group (TRG) Unternehmen im strategischen Onlinemarketing berät, in einer Umfrage von HORIZONT.NET. dh
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