News Corp rutscht im 4. Quartal tief in die roten Zahlen

Donnerstag, 09. August 2012
Der Abhörskandal in England belastet den Medienkonzern News Corp weiterhin
Der Abhörskandal in England belastet den Medienkonzern News Corp weiterhin


Erst vor wenigen Wochen hat News Corporation die Aufspaltung des Medienkonzerns in einen Verlagsteil und eine Unterhaltungssparte bekannt gegeben. Die Zahlen für das 4. Quartal scheinen die Entscheidung zu rechtfertigen: Das schwächelnde Verlagsgeschäft und der Abhörskandal in Großbritannien haben den Medienkonzern im vergangenen Quartal tief in die roten Zahlen gedrückt. Auch das Jahresergebnis brach durch die milliardenschweren Abschreibungen auf das Verlagsgeschäft ein. Insgesamt musste der Medienkonzern von Rupert Murdoch im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. Juni endete, über 3 Milliarden US-Dollar abschreiben, den Löwenanteil im 4. Quartal. Unter dem Strich machte der Konzern im 4. Quartal dadurch einen Verlust in Höhe von etwa 1,55 Milliarden US-Dollar. Auch der Jahresgewinn schmolz durch die hohen Wertberichtigungen deutlich zusammen: Während News Corp im Geschäftsjahr 2011 noch einen Gewinn von rund 2,7 Milliarden Dollar machte, lag der Gewinn im vergangenen Jahr nur noch bei knapp 1,2 Milliarden Dollar.

Auch der Umsatz war zuletzt rückläufig und erreichte im 4. Quartal 8,4 Milliarden Dollar nach knapp 9 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Im gesamtjahr 2012 beliefen sich die Erlöse von News Corp auf 33,7 Milliarden Dollar und lagen damit nur knapp über dem Vorjahreswert von 33,4 Milliarden.

Ende Juni hatte News Corp angekündigt, dass das Unternehmen aufgespalten wird: Das ertragsreiche Unterhaltungsgeschäft mit TV-Sendern wie Fox und Sky sowie dem Hollywoodstudio 20th Century Fox wird von dem schwächelnden Verlagsgeschäft abgetrennt. Die Aufspaltung soll innerhalb eines Jahres vollzogen werden. Unternehmenschef Rupert Murdoch will weiter Chairman beider Unternehmen bleiben und das Film- und TV-Geschäft zusätzlich als CEO selbst führen. dh
 
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