"New York Times" verschärft Sparkurs

Freitag, 27. März 2009
Die renommierte Tageszeitung kämpft mit der Anzeigenkrise
Die renommierte Tageszeitung kämpft mit der Anzeigenkrise

Das angeschlagene Traditionsblatt "New York Times" versucht angesichts seiner schweren Krise mit aller Macht die Kosten zu drücken. Wie am Donnerstagabend bekannt wurde, soll nahezu die gesamte Belegschaft - Management inklusive - auf 5 Prozent ihres Gehalts verzichten. Die Maßnahme, der die gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter offenbar noch zustimmen müssen, soll ab April greifen und zunächst bis Ende des Jahres befristet sein. Darüber hinaus wird es weitere Entlassungen geben. Nachdem in den vergangenen Monaten bereits mehrere Hundert Jobs gestrichen wurden, müssen nun weitere 100 Mitarbeiter gehen.

Auch die "Washington Post" muss den Gürtel enger schnallen. Sie erwartet erhebliche Verluste für 2009, bereits im letzten Jahr schrieb sie laut US-Medien rote Zahlen. Daher versucht die Zeitung Mitarbeitern mit Abfindungen den Abschied schmackhaft zu machen. Wenn nicht ausreichend viele die „Post" verlassen, könnte es in Zukunft Kündigungen geben, sagte die Herausgeberin Katharine Weymouth in den US-Medien. Das sei das vierte Angebot dieser Art seit 2003, im letzten Jahr verließen über 100 Mitarbeiter die Post, darunter Pulitzer-Peis-Träger und namhafte Redakteure. Mas/HOR
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