"New York Times" macht Video-Content frei zugänglich

Mittwoch, 24. April 2013
Die "New York Times" gilt als Vorreiter in Sachen Paid Content
Die "New York Times" gilt als Vorreiter in Sachen Paid Content

Die "New York Times" will ihre Online-Videos nicht mehr hinter der Bezahlschranke verstecken. Egal ob Abonnent oder nicht: Ab sofort haben alle Besucher von nytimes.com unbegrenzten Zugang zum Video-Content der Seite - gleiches gilt für die mobilen Angebote der "NYT". Möglich macht es eine Kooperation mit Microsoft und Acura (Honda), die als Sponsoren der Online-Videos fungieren. Die nach etwa zehn Artikeln erfolgende obligatorische Aufforderung, ein Digital-Abo abzuschließen, entfällt dabei. "Da wir Geschichten zunehmend über Video erzählen, wollen wir sicherstellen, dass die Nutzer unsere Video-Inhalte leicht entdecken können. Wir danken Acura und Microsoft für die Unterstützung, die wir brauchen, um weiterhin unsere Best-in-Class-Video-Inhalte erweitern und an unser Publikum ausliefern zu können", sagt Denise Warren, Executive Vice President Digital Products and Services Group bei der "New York Times". Der Video-Content der Zeitung setzt sich aus Live- sowie aus On-Demand-Videos zusammen, die entweder nach Ereignisse wie dem Boston-Attentat oder in der klassischen "NYT"-Struktur organisiert sind (World, U.S., Business, Science etc.).

Die "New York Times" hat ihre Paywall im März 2011 eingeführt. Das Modell hat sich für die Tageszeitung seither als Erfolg erwiesen: Im 4. Quartal 2012 zählte man 668.000 zahlende Digital-Abonnenten. Besonders positiv: Weder litt der Traffic unter der Einführung der Bezahlschranke, noch brachen die Online-Werbeerlöse ein, wie "NYT"-Manager Paul Smurl im März auf dem Digital Innovators Summit in Berlin erklärte. Nicht bekannt ist, wie viel die New Yorker mit ihrem Bezahlmodell genau umsetzen. ire
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