New York Times lehnt Sony-Advertorial ab

Montag, 22. Juli 2002

Sony sorgt zur Zeit in den USA mit seiner Onlinewerbung für Furore. In der neuen "feature by Sony"-Kampagne werden Advertorials präsentiert, deren Inhalte von Freelancern so verfasst wurden, dass sie wie übliche redaktionelle Texte erscheinen. Nur eine kleine "feature by Sony" - Überschrift macht die Werbung als solche kenntlich. Links innerhalb der Anzeige führen den Nutzer zum Angebot des Elektronik-Konzerns.

Die "New York Times" weigert sich nach Angaben des Branchendienstes Adage.com, diese neuen Anzeigen von Sony Electronics auf seiner Website zu platzieren. "Auf Nytimes.com muss gewerblicher Inhalt deutlich gekennzeichnet sein, um ihn vom redaktionellen Inhalt unterscheiden zu können", so eine Sprecherin der "New York Times". Dies sei hier nicht der Fall.

"Wir brechen Paradigmen", erklärt T. Scott Edwards, Marketing Officer bei Sony Electronics. Man versuche, die Linie zwischen Werbung und redaktioneller Arbeit zu verwischen und wisse, dass dies sicherlich keine traditionelle Online-Kampagne sei, kommentiert David Cohen, Senior Vice President und Interactive Media Director für Sony bei Universal McCann, das die Kampagne kreiert hat.

Die Park Ridge, N.J. Electronics Unit der Sony Corporation wird in den folgenden neun Monaten geschätzte 10 Millionen Dollar in ihren Online-Werbeauftritt investieren, ihre bisher teuerste Internetkampagne. Dafür wurden bereits 60 Werbeplätze unter anderem bei America Online, Times inc. und Yahoo eingekauft.
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