New Economy beim "Handelsblatt": Inkubator VHB Digital geht an den Start

Freitag, 25. November 2011
Leitet Inkubator selbst: VHB-Geschäftsführer Michael Stollarz
Leitet Inkubator selbst: VHB-Geschäftsführer Michael Stollarz

Die Verlagsgruppe Handelsblatt erhöht ihr Engagement im Digital Business. Gemeinsam mit dem Kölner Inkubator Crossventures hebt das Düsseldorfer Medienunternehmen die Beteiligungsgesellschaft VHB Digital aus der Taufe. Die ersten Invesitionen von VHB Digital fließen in die Wiener Trading-Plattform Wikifolio. Die Verlagsgruppe Handelsblatt ist mit 60 Prozent Mehrheitsgesellschafter von VHB Digital. Crossventures hält die übrigen 40 Prozent der Anteile. Der Inkubator, über dessen Investitionen künftig ein gemeinsames Komitee entscheiden wird, soll sich künftig an jungen Unternehmen aus dem Segment der Neuen Medien beteiligen. Auf diese Weise soll VHB Digital innovative digitale Produkte und Dienstleistungen entwickeln und entsprechende Geschäftsmodelle selber aufbauen.

Im Mittelpunkt sollen dabei verlagsnahe Geschäftsmodelle stehen. "Entscheidend ist, dass die jungen Unternehmen inhaltlich zu den Themenfeldern Wirtschaft und Finanzen, Börse oder Job und Karriere und damit zur Verlagsgruppe Handelsblatt passen", sagt Michael Stollarz, Geschäftsführer der Verlagsgruppe Handelsblatt. Stollarz wird VHB Digital selbst gemeinsam mit René Kaute leiten. Der Manager, der Crossventures im April 2011 gegründet und seither mit geleitet hat, wird sich als Geschäftsführer bei Crossventures zurückziehen, um sich ganz auf seine neue Aufgabe konzentrieren zu können. Weitere Geschäftsführer des Inkubators sind Sven C. Sixt und Peter Richarz.

Mit wieviel Kapital VHB Digital ausgestattet wird, ist nicht bekannt. Die Verlagsgruppe Handelsblatt lässt sich lediglich entlocken, dass VHB Digital grundsätzlich pro Eigengründung und Beteiligung Beträge zwischen 50.000 und 250.000 Euro investiert. Das erste gemeinsame Förderprojekt von VHB Digital ist das Anlegerportal Wikifolio. Das Wiener Start-up ermöglicht es privaten Kleinanlegern, bereits mit Beträgen ab 25 Euro auf dem Kapitalmarkt tätig zu werden und von den Investitionsentscheidungen professioneller Trader zu profitieren. Dem "Wiki-Prinzip" folgend, erklären die Trader auf der Internetplattform ihre grundlegende Anlagestrategie für ihr jeweiliges "wikifolio" und ermöglichen es damit ihren "Followern", sich an dieser Strategie zu beteiligen.

Die Verlagsgruppe Handelsblatt, die auch die Online-Portale ihrer Flaggschiffe "Wirtschaftswoche" und "Handelsblatt" sowie deren gemeinsames Portal Karriere.de betreibt, ist bislang an der Suchmaschine Jobturbo beteiligt. Diese soll weiterhin unter dem Dach der VHB verbleiben. Crossventures hält Anteile an dem Onlineshop Design-Bestseller.de, der Empfehlungsplattform Plazaa sowie den Web-Angeboten Bilder-experten.de und Returbo.de. mas
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