Neues ZDF-Programm soll den Zuschauerschwund stoppen

Donnerstag, 02. Dezember 2010
Nach der ARD strukturiert jetzt auch das ZDF sein Programm neu
Nach der ARD strukturiert jetzt auch das ZDF sein Programm neu

Das ZDF ordnet sein Programm neu: Schon im April kommenden Jahres soll die Programmreform in Kraft treten. Nach Angaben des "Spiegel" will sich das Zweite in diesem Zusammenhang von seinem Format "ZDF Reporter" trennen. Gegenüber dem Nachrichtenmagazin erklärte das ZDF, den Sendeplatz am Donnerstagabend in Zukunft verstärkt für Unterhaltungsformate nutzen zu wollen. Dem Magazin liegen außerdem Insiderberichte vor, die behaupten, das Format werde abgesetzt, weil es sich inhaltlich zu stark an "Frontal 21" angenähert hat. Im Rahmen der Programmreform wechselt außerdem das Frauenmagazin "Mona Lisa" von Sonntag 18 Uhr auf Samstag 17.45 Uhr. Auch inhaltlich sind Veränderungen geplant. In Zukunft sollen vorwiegend Fragen zum Thema Beziehungen behandelt werden. Der Mittwochabend wird ebenfalls umstrukturiert: Das "Auslandsjournal" wird von 23.00 Uhr auf 22.15 Uhr vorgezogen. Im Anschluss sollen Dokumentationen laufen, weshalb "Abenteuer Wissen" auf Sonntag 18.30 Uhr verschoben wird.

Auch die ARD machte vor kurzem wegen seiner aufwendigen Umstrukturierung des Programms Schlagzeilen. Vor allem der Vorabend gilt nach wie vor als das Sorgenkind der ARD. Eine neue Gemeinschaftsredaktion soll sich diesem Problem jetzt annehmen.

Die ARD wie auch das ZDF konnten ihre Sendermarktanteile im Jahresdurchschnitt zwar stabilisieren und leicht ausbauen. Zuletzt hatte aber vor allem die ARD auch im Gesamtpublikum 0,6 Prozentpunkte verloren. Der Gewinner im Jahr 2010 ist eindeutig RTL. Der Sender konnte seinen Marktanteil in einem Jahr von 12,5 Prozent auf 14,8 Prozent ausbauen. Damit hat sich RTL zum ersten Mal auch im Gesamtpublikum deutlich von ARD und ZDF abgesetzt. 2009 waren die öffentlich-rechtlichen Sender im Gesamtpublikum noch Marktführer. hor
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