Neuer Name: Aktienresearch heißt ab 18. Oktober 2001 Aktien & Co.

Donnerstag, 13. September 2001
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Nicht nur so mancher herb enttäuschte Privatanleger hat in den letzten Monaten wieder reuevoll den Charme eines Bundesschatzbriefs für sich entdeckt, auch die Wirtschafts- und Anlegermagazine rücken deutlich vom heißen Börsenparkett ab und positionieren sich mit breiterem Profil. Besonders heftig hat es das im April 2000 gestartete "Aktienresearch" erwischt, das in der Anfangseuphorie noch wohlgemut auf die Sogwirkung der kommunizierten Analysteneinschätzungen setzte.

Davon ist inzwischen nicht mehr allzu viel übrig - die Börsendepression hat auch bei den Münchnern in den letzten Monaten für einen heftigen Wundbrand gesorgt: Auflagenmäßig ist mit rund 4500 verkauften Kioskexemplaren und 8000 Abonnenten im 2. Quartal wohl so etwas wie eine Bodenbildung erreicht. Mit durchschnittlich 17 Anzeigenseiten (brutto) bewege man sich aber, so Reisner, auf leichtem Wachstumskurs.

Chefredakteur Marc Reisner verordnet dem Blatt deshalb jetzt eine deutliche Neukonzeptionierung. Äußerliches Merkmal der Richtungsänderung ist der neue Titel "Aktien & Co". Reisner: "Mit dem Namen wollen wir dem Leser klar signalisieren, dass wir außer Aktienwerten nun auch verstärkt andere Produkte wie Investmentfonds, Immobilien, Zinspapiere oder geschlossene Fonds berücksichtigen."

Darüber hinaus möchte "Aktien & Co" Produkten wie Festgeld, die nicht so sehr im Windschatten der Börse stehen, mehr Raum geben. Außerdem will Reisner verstärkt auf die technische Analyse eingehen und kommentierende Charts zu den Beiträgen stellen. Zu diesem Zweck möchte der Chefredakteur auch die Zusammenarbeit der Fachredaktionen bei einzelnen Themen im Sinne einer vernetzten Aufbereitung deutlich intensivieren. Eine inhouse entwickelte Kampagne kommuniziert die Veränderungen ab Oktober in den Springer-Titeln sowie einigen Konkurrenzmagazinen.
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