Neuer IP-Chef Dang bleibt bei Trading hart

Donnerstag, 30. August 2012
Dang will IP crossmedial aufstellen
Dang will IP crossmedial aufstellen

Zum 1. September übernimmt Matthias Dang die Geschäftsführung der IP Deutschland. In seinem ersten großen Interview in HORIZONT bezieht er klar Stellung zum Thema Trading und skizziert seine Pläne für den Vermarkter der Mediengruppe RTL Deutschland. "Das Argument, die Agentur könnte Restzeiten besser vermarkten ist Unfug, denn im Fernsehen gibt es keine Restzeiten", sagt er in HORIZONT. Die Vermarkter, die sich darauf einlassen, gäben ihr ureigenes Geschäft aus der Hand, warnt Dang, der Martin Krapf ablöst. Krapf stand zehn Jahre an der Spitze der IP und bleibt bis Ende 2013 in beratender Funktion für das Unternehmen tätig. Dang ist seit drei Jahren Stellverteter Krapfs und auch Geschäftsleiter Verkauf. Letzere Position wird er auch nach seinem Wechsel an die Spitze der IP beibehalten.

Exklusiv für Abonnenten

Exklusiv für Abonnenten
Das vollständige Interview mit Matthias Dang lesen Sie in HORIZONT 35 vom 30. August 2012.

HORIZONT abonnieren
HORIZONT E-Paper abonnieren
HORIZONT for iPad beziehen


Dang hält die Debatte um Trading, bei dem Mediaagenturen Mediavolumen bei den Vermarktern einkaufen und auf eigene Rechnung weiterverkaufen, "für eine reine Platzhalterdiskussion". Es gehe den Agenturen dabei vor allem darum, ein weiteres Geschäftsfeld aufzubauen. "Aber es ist ein Verbrennen von Ressourcen, denn damit die Agentur ihr Ziel  erreicht, müssen wir so viel mehr Volumen hineingeben - das lohnt sich einfach nicht."

Strategisch will Dang den Fokus in den nächsten Jahren vor allem auf die crossmediale Vermarktung von TV-Inhalten setzen. Über allem steht das Schlagwort "Fourscreen", das die Nutzung von Bewegtbild auf klassischen TV-Geräten, Online, Mobile und auf Tablets umschreibt. IP nutzt den Begriff auch für ihr neues Magazin. Um mit der Medienkonvergenz umzugehen, drängt IP im Verbund mit der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) auf eine Konvergenzwährung, die die Medien vergleichbar macht.

Um in der komplexen Medienwelt erfolgreich zu sein, ist für Dang vor allem die Ausbildung der Mitarbeiter wichtig. Sie sollen aufhören in Gattungen zu denken. Dazu will er in den nächsten Monaten Ausbildungsprogramme aufsetzen. pap
Meist gelesen
stats