Neuer Altavista-CEO kündigt weitere Entlassungen an

Mittwoch, 19. September 2001

Einem Jahr nach dem Abtritt von Rod Schrock hat die angeschlagene Suchmaschine Altavista wieder einen neuen CEO. James Barnett, ehemals President des Webanbieters Myfamily.com sowie CEO des Videospieleanbieters Infogrames, hat ab sofort die unangenehme Aufgabe, das Web-Unternehmen aus den roten Zahlen zu führen.

Dem Anschein nach will der neue Altavista-Chef das Unternehmen gesundschrumpfen: Als erste Konsolidierungsmaßnahme wurde die Entlassung von weiteren 160 Mitarbeitern sowie die Schließung der Niederlassung im Kalifornischen Irvine angekündigt. Nach der Entlassungswelle werden noch 340 Mitarbeiter bei Altavista beschäftigt sein.

Die Suchmaschine, die mehrheitlich dem Risikokapitalgeber CMGI gehört, hatte einen Anfang des Jahres geplanten Börsengang mehrfach verschoben. Im Juni waren die Länderchefs in Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden entlassen worden. Die Holding hat im vergangenen Jahr 342 Millionen Dollar umgesetzt und dabei einen Verlust von 2,56 Milliarden Dollar eingefahren.
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