Neue ARD-Soap legt Fehlstart hin

Dienstag, 21. April 2009
Hier ist der Name nicht Programm: "Frauen können´s besser" überzeugte die Zuschauer nicht
Hier ist der Name nicht Programm: "Frauen können´s besser" überzeugte die Zuschauer nicht

Die Pechsträhne der ARD im Vorabendprogramm reißt nicht ab. Die neue Serie "Eine für alle - Frauen können's besser" sollte eigentlich für die Werbevermarktung enorm wichtigen Sendeplatz um 18.50 Uhr wieder auf die Erfolgsspur zurückführen, aber die erste Folge am gestrigen Montag floppte. Gerade einmal 1,62 Millionen Zuschauer schauten sich das Format an, was einem Marktanteil von mageren 8 Prozent entspricht. Bei der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen war die Resonanz noch schlechter: von den jungen Zuschauern schalteten nur 5 Prozent das Erste ein.

Dabei hat die ARD große Hoffnungen in "Eine für alle" gesetzt. Eine groß angelegte Kampagne mit einem Mediavolumen von deutlich über 5 Millionen Euro (Kreation: Hello, München; Media: Pilot, Hamburg) sollte die nötige Aufmerksamkeit garantieren, sorgte aber vor allem für heftige Debatten zwischen Männern und Frauen und eine Beschwerde beim Deutschen Werberat. Nach Flops wie "Bruce - Eure Styling Show" mit Laufsteg-Trainer Bruce Darnell und der Kuppelshow "Ich weiß, wer gut für dich ist" wollte die ARD nichts dem Zufall überlassen.

Trotz des Fehlstarts gibt sich Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen, optimistisch: ""Eine für alle" hat alles, was eine gute Serie braucht: eine tolle Besetzung, humorvolle und emotionale Geschichten und ein hochaktuelles Thema. Die Redaktion und die Produktion haben hervorragende Arbeit geleistet. Dranbleiben und zuschalten lohnt sich." Einen langen Atem wird er beweisen müssen, denn die Serie ist auf 200 Folgen angelegt. Produziert wird das Format von Rubicon Film in Zusammenarbeit mit der Bavaria Fernsehproduktion. bn
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