Neofonie wiederholt Produktpräsentation mit "echtem" WePad

Donnerstag, 15. April 2010
Alles Attrappe? Das WePad von Neofonie
Alles Attrappe? Das WePad von Neofonie

Das Technik-Startup Neofonie reagiert auf die Medienschelte im Zusammenhang mit der verkorksten WePad-Präsentation am Montag. Am 26. April wird es eine erneute Live-Produktpräsentation geben. Neben ausgewählten Journalisten sollen auch drei Kritiker aus der Community eingeladen werden. Die Teilnehmer sollen per Voting auf Facebook ausgewählt werden - "am besten die kritischsten die ihr finden könnt". Der Grund für die erneute Präsentation: Das Unternehmen hatte bei seiner Produktvorstellung am Montag nur einen Dummy am Start, auf dem lediglich ein Demo-Video in Schleife lief. Eine Fehlermeldung entlarvte den Trick: Das Demo lief über Windows, während auf dem Wepad eigentlich Linux als Betriebssystem installiert werden soll. Bei der Präsentation hatten die anwesenden Vertreter von Neofonie noch versucht, die Fassade aufrecht zu erhalten, indem sie behaupteten, man habe lediglich den Touchscreen deaktiviert, "damit nicht jeder damit rumspielt". Die anwesenden Journalisten durften das Gerät selbst nicht ausprobieren. Die Häme im Internet war entsprechend groß, als die Farce aufflog.

Helmut Hoffer von Ankershoffen
Helmut Hoffer von Ankershoffen
Im Nachhinein entschuldigte sich das Unternehmen damit, das Gerät sei im Zoll hängengeblieben und der Akku war nicht aufgeladen. Die Gründer um Neofonie-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen haben derweil prominente Rückendeckung bekommen: Im "Handelsblatt" bestätigt Hans-Jürgen Werner von Intel, er habe ein funktionierendes  Vorgängermodell des WePad mit Linux-Betriebssystem in Händen gehalten und selbst ausprobiert. "Es lief gut", zitiert das Blatt den Manager. Am 26. April schlägt für Nefonie und den vermeintlichen "iPad-Killer" nun die Stunde der Wahrheit. dh
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