Nebenjobs von TV-Moderatoren: ZDF und NDR kündigen schärfere Regeln an

Montag, 29. Juni 2009
ZDF-Intendant Schächter: "Die journalistische Arbeit darf nicht beeinträchtigen werden."
ZDF-Intendant Schächter: "Die journalistische Arbeit darf nicht beeinträchtigen werden."

TV-Macher können sich künftig wohl nicht mehr so leicht wie bisher etwas dazuverdienen. Nach der Berichterstattung über die hohen Nebenverdienste von Fernsehmoderatoren wie Claus Kleber und Marietta Slomka will das ZDF seine internen Genehmigungsverfahren verschärfen. "Wir werden uns in Zukunft die Höhe der Honorare genauer ansehen. Sie darf nicht zu einer Beeinträchtigung der journalistischen Unabhängigkeit oder Arbeit insgesamt führen," sagte Intendant Markus Schächter nach dem Ende einer zweitägigen Sitzung des ZDF-Fernsehrats in Mainz. Auch der NDR will es seinen Fernsehstars erschweren, Nebentätigkeiten auszuüben. Dabei soll künftig auch die Höhe des Honorars eine Rolle spielen. NDR-Intendant Lutz Marmor kündigte in "Focus" insgesamt "mehr Transparenz" an.

Ausgelöst wurde die Debatte vor rund zwei Wochen durch einen Bericht des NDR-Magazins "Zapp". Darin ging es um die Nebenverdienste prominenter Moderatoren von ARD und ZDF. Neben Claus Kleber und Marietta Slomka hätten auch "Tagesthemen"-Sprecher Tom Buhrow, Michael Antwerpes sowie ARD-Börsenmoderatorin Anja Kohl für PR-Auftritte Honorare von bis zu 20.000 Euro eingestrichen. mas/jm
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