Nationale Vermarktung: Group-M-Manager Schramm mahnt zur Eile

Mittwoch, 27. Juni 2012
Boris Schramm auf dem Zeitungsgipfel
Boris Schramm auf dem Zeitungsgipfel

Viel Zeit haben die deutschen Regionalzeitungen nicht mehr für die Gründung nationaler Vermarktungsmodelle. Auf dem 1. Deutschen Zeitungsgipfel in Wiesbaden mahnte Group-M-Chef Boris Schramm zur Eile: „In ein bis zwei Jahren ist der Markt betoniert, dann wird es für die Verlage schwer, neue Modelle zu etablieren." Auf dem 1. Deutschen Zeitungsgipfel in Wiesbaden appellierte Boris Schramm, Managing Director der Group M an die Verleger, mit der Gründung nationaler Vermarktungsmodelle nicht zu lange zu warten. „Wenn sie nationale Vermarktung wirklich wollen", so Schramms Forderung an die Verlagschefs, „dann sollten sie das jetzt tun. In ein bis zwei Jahren ist der Markt betoniert, dann wird es schwer, neue Modell zu etablieren."

Dass solche Modelle dringend erforderlich sind, daran ließ Schramm keinen Zweifel: „Zurzeit liefern uns die Verlage nur marginal das, was wir für unsere Kunden brauchen, nämlich bundesweite Anzeigenmöglichkeiten." Dies sei das „ganz große Manko" der Regionalzeitungen. Die derzeit vor allem in den Hinterzimmern der Verlagshäuser geführten Gespräche zur Findung gemeinsamer Vermarktungsallianzen kommentierte Schramm durchaus hoffnungsfroh: „Ich wäre heute nicht zu dem Kongress nach Wiesbaden gereist, wenn ich nicht glauben würde, dass sich da etwas entwickelt. Wie das konkret aussieht, ist mir letztlich egal. Hauptsache, es passiert etwas." 

Auf dem 1. Deutschen Zeitungsgipfel, der gestern von Horizont und The Conference Group in Wiesbaden veranstaltet wurde, trafen sich erstmals Verlagsmanager, Chefredakteure, Vermarkter und Werbungtreibende, um über die Zukunft der Zeitung zu diskutieren. as
Meist gelesen
stats