Napster muss Tausch von Musikdateien einstellen

Montag, 12. Februar 2001

Ein Berufungsgericht in San Francisco hat ein Urteil vom Juli 2000 bestätigt, nachdem die Internet-Musiktauschbörse Napster gegen das Urheberrecht verstößt. Damit ist Napster verpflichtet, den Austausch von urheberrechtlich geschütztem Material einzustellen. Die fünf Musikkonzerne Sony, Warner, BMG, EMI und Universal hatten Napster im Dezember 1999 verklagt. BMG zog die Klage im vergangenen November zurück, da der Mutterkonzern Bertelsmann eine strategische Allianz mit Napster einging und die Tauschbörse in ein kostenpflichtiges Angebot umwandeln möchte. In einer offiziellen Stellungnahme begrüßte Bertelsmann die Entscheidung: "Ein wichtiger Schritt nach vorne." Andreas Schmidt, Chef der Bertelsmann E-Commerce Group (BECG) betont: "Napster und Bertelsmann arbeiten weiter konsequent am Aufbau eines Mitgliedschaft-basierten Napster-Service." Dieser könnte allerdings schon bald Konkurrenz bekommen: Nach einem Bericht des "Handelsblatt" plant der französische Konzern Vivendi Universal mit Sony Music ebenfalls einen Internet-Abodienst. Die Musikfirmen Universal Music und Sony Music repräsentieren etwa 40 Prozent des internationalen Musikmarkts.
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