Napster baut weitere 30 Stellen ab

Freitag, 12. April 2002
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Die umstrittene Online-Musiktauschbörse Napster schrumpft weiter: Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" will das Unternehmen 30 der insgesamt rund 100 Mitarbeiter entlassen. Erst vor kurzem hatte das Unternehmen 10 Prozent der Stellen abgebaut.

Napster-CEO Konrad Hilbers begründet die Maßnahme dem Bericht zufolge mit Liquiditätsproblemen. Die wegen Verstößen gegen Urheberrechte derzeit stillgelegte Onlinetauschbörse hat im vergangenen Jahr keine nennenswerten Umsätze mehr erzielt. Seit einigen Monaten arbeitet Napster unter der Regie von Bertelsmann an einer legalen Version der Tauschbörse, mit der auch die Musikindustrie leben kann.

Der Start war kürzlich von April 2002 auf frühestens Herbst 2002 verschoben worden. Grund war die Verzögerung der Lizenzverhandlungen mit den Musik-Labeln. Laut Konzern-Chef Thomas Middelhoff plant Bertelsmann die Übernahme von Napster. Der deutsche Medienmulti hat dem Unternehmen bereits mitumgerechnet 96 Millionen Euro unter die Arme gegriffen.
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