Nächste Runde im Formel-1-Prozeß

Freitag, 30. Oktober 1998

Im Berufungsverfahren FIA contra AE ´TV in Sachen Formel-1- und Motorsport-Vermarktungsrechte findet am 3. November vor dem OLG Frankfurt die erste Anhörung statt. In der ersten Instanz war der FIA zwar erlaubt worden, die Fernsehrechte an allen Weltmeisterschaften (einschließlich Formel 1 und Ralley-WM) auf alle anderen internationalen Motorsportserien auszudehnen, aber die FIA selbst hatteam Tag der Urteilsverkündung erklärt, die Fernsehrechte an den FIA International Series nicht mehrvermarkten zu wollen. Damit wurde offensichtlich dem Druck der Europäischen Kommission in Brüssel stattgegeben, die in dem Verhalten der FIA einen Verstoß gegen das Kartellverbot vermutet. Dessen ungeachtet versucht Bernie Ecclestone, Vizepräsident der FIA, weiterhin, die kartellrechtliche Freistellung der Formel 1 in Brüssel zu erreichen, deren Vermarktungsrechte der Verband noch bis über das Jahr 2000 hinaus innehat. Die AE ´TV Cooperation GmbH, die ihrerseits an den Motorsport-Vermarktungsrechten interessiert ist, hatte am 27. Mai 1997 Klage gegen die FIA erhoben.
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