Nachrichtensendungen: ARD kontert Media Control

Mittwoch, 24. Oktober 2012
Laut ARD konnte die "Tagesschau" ihre Zuschauerzahlen weitgehend stabil halten
Laut ARD konnte die "Tagesschau" ihre Zuschauerzahlen weitgehend stabil halten


Die ARD wehrt sich gegen die Darstellung von Media Control, die "Tagesschau" sei auf ein historisches Quotentief gefallen. Nach Berechnungen des NDR sind die Zuschauerzahlen des ARD-Nachrichtenflaggschiffs in den vergangenen 20 Jahren weitgehend stabil gelieben. Die Nutzung verteile sich lediglich auf mehr Kanäle. So habe die 20-Uhr-Ausgabe der "Tagesschau" 1992 im Schnitt 8,76 Millionen Zuschauer gehabt. In den ersten drei Quartalen 2012 lag die Zuschauerzahl bei 8,7 Millionen. Allerdings würden heute viel mehr Zuschauer als früher die Nachrichtensendung in den Dritten Programmen, bei 3sat oder auf Phoenix verfolgen.

"Die Entwickung der 'Tagesschau' ist sowohl auf lange Sicht wie auch aktuell außerordentlich erfreulich. Im Jahr 2012 sehen mit durchschnittlich 8,7 Millionen Zuschauern exakt so viele Menschen die 'Tagesschau' wie die Hauptnachrichtensendungen von ZDF, RTL und Sat 1 zusammengerechnet", freut sich Kai Gniffke, Erster Chefredakteur von ARD-Aktuell. Damit behaupte sich die "Tagesschau" besser als die Hauptnachrichtensendungen anderer Anbieter. Nach einem nachrichtenstarken Jahr wie 2011 mit Ereignissen wie der Atomkatastrophe in Fukushima, der arabischen Revolution und den Anschlägen in Norwegen sei dies ein "exzellentes Ergebnis".

Media Control hatte am Montag eine Auswertung veröffentlicht, nach der die "Tagesschau" in den ersten drei Quartalen 2012 mit durchschnittlich 4,92 Millionen auf den niedrigsten Zuschauerwert seit 20 Jahren gefallen ist. Laut ARD verfolgten im Schnitt weitere 3,78 Millionen Zuschauer die 20-Uhr-Ausgabe der Nachrichtensendung in den Dritten, bei 3sat, Phoenix und bei Tagesschau24. dh
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