Nachrichtenagentur dpa zentralisiert Redaktionen in Berlin / Standort Frankfurt betroffen

Dienstag, 05. Mai 2009
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Der Aufsichtsrat der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hat heute der Zentralisierung der Redaktionen für Bild, Text, Audio, Video, Grafik und Internet in Berlin zugestimmt. Dies teilte Geschäftsführung und Chefredaktion nach der Aufsichtsratssitzung mit. Laut Chefredakteur Wilm Herlyn reagiert die Agentur mit diesem Schritt auf die "tiefgreifenden Herausforderungen", vor die sich der Nachrichtendienst angesichts der Veränderungen der Medienbranche Richtung Multimedia gestellt sieht. "Wir investieren in die Zukunftsfähigkeit unserer Agentur", sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung Malte von Trotha dazu.

Mit dieser Entscheidung für die Zentralredaktion steht insbesondere der Standort Frankfurt zur Debatte. Am Main arbeitet die Bildredaktion der dpa. Ein Umzug von Hamburg nach Berlin wird nach Aussage von Trotha dagegen nicht diskutiert. Allein die Ressorts wie Politik International, Wirtschaft und Kultur werden die Elbe verlassen. Im Konzernstandort der dpa werden unter anderem zentrale Dienstleistungen im Unternehmen und der Unternehmensgruppe wie Vertrieb, IT, Controlling oder Buchhaltung abgewickelt.

Wie sich die Zentralredaktion organisieren wird, ist bisher nicht bekannt. Sowohl Geschäftsführung als auch Chefredaktion müssen die Zusammenlegung, den Standort und die Planung absegnen.

Für die vom Umzug betroffenen Mitarbeiter will die dpa "faire und tragbare Lösungen" finden. nk
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