Nach dem Amex-Einstieg: Burkhard Graßmann verlässt Payback

Montag, 10. Januar 2011
Burkhard Graßmann geht
Burkhard Graßmann geht

Die Übernahme von Payback durch American Express hat auch personelle Konsequenzen. Burkhard Graßmann, Sprecher der Payback-Geschäftsführung, hat das Bonussystem verlassen. Das teilt die Holding-Gesellschaft Loyalty Partner mit. Laut Unternehmensangaben ist Graßmann bereits Ende Dezember 2010 aus der Payback-Geschäftsführung ausgeschieden, um sich "neuen Herausforderungen" zu stellen. Der Aufsichtsrat habe der Trennung zugestimmt. Einen Nachfolger soll es offenbar nicht geben. Die verbleibenden Geschäftsführer sollen laut einer Sprecherin die Aufgaben Graßmanns mit übernehmen. Wohin es den 43-Jährigen zieht, ist nicht bekannt.

Graßmann heuerte im Januar 2008 bei Payback an. Als Payback-Geschäftsführer übernahm er damals die Gesamtverantwortung für alle endkundenrelevanten Aktivitäten inklusive der strategischen Markenführung und des Direktgeschäfts.

Zuvor hatte der Manager 10 Jahre lang bei der Deutschen Telekom gearbeitet. Bei dem Bonner Unternehmen verantwortete er zuletzt als Mitglied des Vorstandes von T-Com und T-Online International bis Anfang 2007 parallel die Produkt- und Marketingressorts. In dieser Funktion zeichnete er für das gesamte Produktmanagement, die Marketingstrategie und -planung, die Marktkommunikation und das Customer Relationship Management verantwortlich. Davor leitete er die Marketing- und Werbemaßnahmen im Vorfeld der Expo 2000 in Hannover.

 Dass Graßmann Payback verlässt, dürfte mit der Übernahme des Bonussystems durch American Express zusammenhängen. Der Kreditkartenriese hatte im Dezember 2010 angekündigt, den Anbieter des Bonussystems, Loyalty Partner, zu übernehmen. Den Zukauf, der im ersten Quartal 2011 über die Bühne gehen soll, lässt sich der Kreditkartenriese 496 Millionen Euro kosten. mas
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