Nach Rekordverlust: Steht Playboy vor dem Ausverkauf?

Freitag, 20. Februar 2009
Der Hase ist in die Jahre gekommen
Der Hase ist in die Jahre gekommen

Der Erotik- und Medienkonzern Playboy Enterprises steckt in ernsten finanziellen Schwierigkeiten. Im 4. Quartal des Jahres musste der Konzern mit dem Bunny-Logo einen Rekordverlust in Höhe von 157 Millionen US-Dollar verkraften. Der Umsatz sank von 86 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf knapp 70 Millionen Dollar. Angesichts der anhaltend schlechten Zahlen denkt das Management um CEO Jerome Kern inzwischen laut über einen Verkauf des Konzerns nach.  Kern hat dem kriselnden Konzern einen strikten Sparkurs verordnet. "Im Angesicht des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds ist klar, dass wir unsere Bemühungen fortsetzen müssen", sagte Kern bei der Vorstellung der Quartalszahlen. So soll unter anderem das New Yorker Büro geschlossen werden.

Erst Anfang des Monats hatte Christie Hefner, Tochter des Playboy-Gründers Hugh Hefner und langjährige Chefin des Konzerns, ihren Rücktritt verkündet und damit Spekulationen über die Zukunft des Erotik-Konzerns angeheizt. Playboy Enterprises kämpft bereits seit geraumer Zeit mit rückläufigen Umsätzen. Die Aktivitäten im Internet und die Erlöse aus dem Lizenzgeschäft können die wegbrechenden Umsätze aus dem Stammgeschäft mit dem Magazin "Playboy" nicht wettmachen. Für das 1. Quartal 2009 erwartet der Konzern beim Anzeigengeschäft einen Umsatzrückgang von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Die deutsche Lizenzausgabe des "Playboy" erscheint bei Hubert Burda Media. dh
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