Nach ARD-Doku: Mieses Amazon-Image bedroht gesamten Online-Handel

Freitag, 12. April 2013
Das Image von Amazon hat unter dem ARD-Bericht gelitten (Foto: Amazon)
Das Image von Amazon hat unter dem ARD-Bericht gelitten (Foto: Amazon)
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Amazon Negativberichterstattung eBay Otto group


Die Negativberichterstattung über den US-Versandhändler Amazon zeigt Wirkung - und zwar über das Unternehmen hinaus. Sieben Prozent der Online-Käufer wollen künftig weniger im Internet und mehr im stationären Handel einkaufen. Das ist bei einer Umfrage von Yougov herausgekommen.
Image-Entwicklung von Amazon (Quelle: Yougov Brandindex)
Image-Entwicklung von Amazon (Quelle: Yougov Brandindex)
Aus der Online-Befragung der Kölner Marktforscher unter 1039 Online-Einkäufern Anfang April geht hervor, dass sich die Imagekrise von Amazon in einem deutlichen Umsatzverlust des Unternehmens niederschlägt. Zwölf Prozent der Teilnehmer geben an, nicht mehr bei dem Versandriesen einkaufen und auf Wettbewerber wie Ebay und Otto ausweichen zu wollen. Acht Prozent haben schon ihre Ostergeschenke nicht mehr dort bestellt. Zu den Produkten, auf deren Einkauf bei Amazon die Verbraucher ganz oder teilweise verzichten, zählen Bücher (minus zehn Prozent) sowie Haushaltsgeräte, Filme/DVDs und Unterhaltungselektronik (jeweils minus sechs Prozent).

Die ARD-Dokumentation "Ausgeliefert - Leiharbeiter bei Amazon" und die darauf folgenden Medienberichte, aber auch die aktuellen Streiks und Streikdrohungen haben Amazon in Schwierigkeiten gebracht. Der aktuelle Imagewert von Amazon im Yougov-Markenmonitor-Brandindex liegt bei 50 Punkten. Im vergangenen Jahr brachte es die Marke noch auf durchschnittlich 87 Punkte, kam damit auf Platz eins des Index für die E-Commerce-Branche und zählte insgesamt zu den beliebtesten Marken der Deutschen. fo
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