NWZ und Frank Otto wollen in digitalen Rundfunkmarkt einsteigen

Mittwoch, 22. Dezember 2010
Hörfunk wird digital: auch NWZ und Frank Otto wagen den Vorstoß
Hörfunk wird digital: auch NWZ und Frank Otto wagen den Vorstoß

NWZ Funk und Fernsehen (Nordwest Medien Gruppe) und die Frank Otto Medienbeteiligungsgesellschaft wollen zwei eigene Digitalradio-Sender entwickeln. Über ein Gemeinschaftsunternehmen haben beide Verträge mit dem Sendenetzbetreiber Media Broadcast für die digitalen Kanäle abgeschlossen. Gemeinsam wollen sich die Unternehmen bei der Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) für digitale Sendefrequenzen bewerben. Bisher haben die Unternehmen nicht gewagt, mit eigenen Konzepten anzutreten, da der digitale Rundfunk in Deutschland immer noch große Risiken birgt, sagt Christopher Franzen, Geschäftsführer der beiden Radio-Holdings. Die Fortschritte, die andere Unternehmen im digitalen Bereich in der letzten Zeit gemacht haben, zeigen jedoch, dass das Modell funktionieren kann. "Deshalb haben auch wir uns entschieden, den Hut in den Ring zu werfen. Nationale Radioprogramme können bei entsprechender Geräteverbreitung eine sehr attraktive Investition darstellen und den Marktanteil von Radio in Deutschland nachhaltig bessern", so Franzen weiter. Eine Entscheidung zur Belegung der Kanäle sei noch nicht gefallen; denkbar wäre der kürzlich in Hamburg gestartete Musiksenders XFM

Für 2011 ist bereits fest geplant, bundesweit digitale Sendekapazitäten im digitalen Radiostandard DAB plus zu starten. Dem Deutschlandradio haben die Ministerpräsidenten bereits seit Ausschreibungsbeginn im Januar 2010 ein Drittel der zur Verfügung stehenden Kapazitäten zugesagt. Nach Ablauf einer verlängerten Meldefrist, konnten sich auch private Hörfunkanbieter und Media Broadcast letzte Woche auf die Modalitäten einigen. Ein entscheidender Streitpunkt waren bis zum Schluss die Kosten für den Aufbau und Betrieb des digitalen Sendenetzes. hor
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