NRJ und Regiocast bewerben sich um DAB Plus

Freitag, 12. März 2010
Christophe Montague, NRJ (Foto: Medientage München)
Christophe Montague, NRJ (Foto: Medientage München)

Regiocast und die NRJ-Gruppe wollen sich nach HORIZONT.NET-Informationen an der Ausschreibung um DAB-Plus-Lizenzen beteiligen, die heute um 12 Uhr endet. Beide Gruppen sehen jedoch erheblichen Verhandlungsbedarf, was die Vertragskonditionen mit dem Netzbetreiber Media Broadcast betrifft. Für Regiocast und NRJ sind die bundesweiten Lizenzen vor allem deshalb interessant, weil sie nicht über eine starke UKW-Abdeckung verfügen. NRJ ist mit Stationen unter anderem in Berlin, Hamburg und München vor allem in Ballungsräumen aktiv und versucht seit Jahren, hierzulande die Verbreitung auszudehnen. Christophe Montague, CEO International Operations von NRJ, bestätigt die Bewerbung gegenüber HORIZONT.NET.

Regiocast hält diverse Radiobeteiligungen wie Radio Schleswig-Holstein und Antenne Mecklenburg-Vorpommern, betreibt aber auch das Internet-Fußballradio 90elf.de, das ein echtes Zugpferd für DAB Plus sein könnte.

NRJ und Regiocast wollen sich nur unter Vorbehalt bewerben. Sie sehen vor allem die hohen Kosten für den Senderbetrieb kritisch, die Media Broadcast in den Ausschreibungsunterlagen auf mindestens 2,6 Millionen Euro veranschlagt. Angesichts der bislang geringen Verbreitung von DAB-plus-fähigen Radioempfängern haben sie zudem Zweifel an der Kalkulation. Auch die Ausstiegsbedingungen sorgen für Diskussionen. Der Ausstieg ist erstmals nach 4 Jahren möglich, allerdings mit anderthalbjähriger Kündigungsfrist, die die Laufzeit auf 5,5 Jahre verlängert. pap 
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