N24 streicht Strunz

Freitag, 06. August 2010
Claus Strunz hat vorerst ausgetalkt
Claus Strunz hat vorerst ausgetalkt

N24 hat das Talkformat "Was erlauben Strunz"gestoppt und wird die Reihe nach der Sommerpause nicht fortsetzen, bestätigt der Sender ensprechende Presseberichte. Die Show mit dem Chefredakteur des "Hamburger Abendblatt" lief seit März 2004. Laut N24 soll es jedoch das einzige eigenproduzierte Format sein, das von der Sparwelle betroffen ist. Im Juni hatten N24-Geschäftsführer Torsten Rossmann und Ex-"Spiegel"-Chefredakteur Stefan Aust den Sender mit weiteren Partnern übernommen. Um ihn in die schwarzen Zahlen zurückzubringen, muss der Kanal deutlich sparen und bis Ende nächsten Jahres 72 der 218 Stellen abbauen. Dem Sparprogramm fällt nun auch "Was erlauben Strunz" zum Opfer, das bislang montags um 23 Uhr lief.

Laut "Süddeutscher Zeitung" kostete das Format jährlich zwischen 300.000 und 400.000 Euro. Es erreichte 2009 allerdings auch Marktanteile von 1,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. N24 hofft, die Zusammenarbeit 2011 wieder fortsetzen zu können. Bis dahin hat der Berliner Nachrichtensender nur eine Talkshow im Programm: Michel Friedman diskutiert jeweils Donnerstagabends in "Studio Friedman" mit Akteuren aus Politik und Wirtschaft.

Auch an anderen Stellen verändert N24 das Programm. So startet am 15. August um 20.05 Uhr die 2. Staffel der Doku-Reihe "Job am Limit". Der Industriekletterer Sean Riley berichtet in dem Format, das von National Geographic stammt, von Reparaturen an riesigen Bauwerken wie Staudämmen und Windrädern. Die 1. Staffel holte im vergangenen Jahr durchschnittlich 1,3 Prozent Marktanteil bei den 14-49-Jährigen und lag damit genau auf dem Senderschnitt 2009. Im Juli 2010 konnte N24, der neben Nachrichten einen starken Fokus auf Reportagen und Dokumentationen legt, einen Marktanteil von 1,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen holen, den höchsten in diesem Jahr. Konkurrent N-TV kam im gleichen Zeitraum auf 1,1 Prozent. pap
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