Myspace: Kündigungswelle auch außerhalb der USA

Dienstag, 23. Juni 2009
Travis Katz, Geschäftsführer von MySpace International, muss ebenfalls gehen
Travis Katz, Geschäftsführer von MySpace International, muss ebenfalls gehen

Nachdem Myspace vergangene Woche angekündigt hatte, in den USA rund 400 Stellen zu streichen, setzt das Social-Network jetzt auch im Ausland den Rotstift an. Zwei Drittel der 450 Angestellten außerhalb der USA sollen ihren Hut nehmen. In mindestens vier Ländern will Myspace seine Büros schließen. Das kündigt Firmenchef Owen Van Natta in einer internen E-Mail an die Mitarbeiter an, die dem Blog Techcrunch vorliegt. Künftig will MySpace sich lediglich auf die Standorte Berlin, London und Sydney konzentrieren. In allen anderen Ländern - beispielsweise Brasilien, Kanada, Frankreich, Indien, Italien Russland und Schweden - soll es genaue Prüfungen zu einer möglichen Restrukturierung geben. Ausgenommen ist MySpace China, das von einer lokalen Firma betrieben wird, sowie ein Jointventure in Japan. Wie Mediaweek.co.uk berichtet, muss auch der Geschäftsführer von MySpace International, Travis Katz, das Unternehmen verlassen.

Über die Auswirkungen des Sparkurses auf Myspace Deutschland ist bislang noch nichts bekannt. Neben dem Hauptbüro in Berlin betreibt Myspace Deutschland, Schweiz und Österreich zwei kleinere Sales-Büros in Hamburg und Düsseldorf.

Die Belegschaft des Unternehmens, das zum News-Corp-Konzern gehört, sei zu groß und zu sperrig für die aktuellen Marktbedingungen geworden, kommentierte Van Natta den globalen Stellenabbau. jm
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