Musicnet und Pressplay einigen sich über Musik-Lizenzen

Dienstag, 15. Oktober 2002

Im Kampf um die Erschließung des Vertriebswegs Internet stehen die führenden Plattenlabels offenbar vor dem entscheidenden Durchbruch. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" haben sich die beiden von der Musikindustrie gelaunchten Online-Vertriebsplattformen Musicnet und Pressplay weitgehend über die gegenseitige Nutzung von Musiklizenzen geeinigt. Dem Bericht zufolge werden die fünf beteiligten Musikkonzerne in Kürze umfassende Abkommen für die beiden Online-Dienste unterzeichnen. Dadurch könnten in Zukunft beide Plattformen das Repertoire aller fünf Labels anbieten.

Den Angaben zufolge hat Musicnet mit dem Pressplay-Anteilseigner Universal Music bereits einen Lizenzvertrag unterzeichnet. Die Einigung mit Sony, dem zweiten Pressplay-Inhaber, stehe kurz bevor. Auch Pressplay habe bereits eine Vereinbarung mit BMG in der Tasche. Ein vergleichbares Abkommen mit Time Warner stehe kurz vor dem Abschluss. Bislang krankten die Angebote von Musicnet und Pressplay vor allem an der eingeschränkten Auswahl der Musiktitel. Pressplay ging im Dezember 2001 als gemeinsames Projekt der Sony Music Entertainment und der Vivendi Universal Music Group an den Start. Real Networks, AOL Time Warner, Bertelsmann und die Plattenfirma EMI hatten zeitgleich ihr Angebot Musicnet gelauncht.
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