Murdoch will doch mehr in Premiere World investieren

Montag, 21. Januar 2002

Obwohl der Kirch-Bezahlsender Premiere World noch immer jenseits der Gewinnzone dahindümpelt, will der US-Medienunternehmer Rupert Murdoch seinen Anteil an dem Sender erhöhen. In einem Gespräch mit der "Welt am Sonntag" erklärte Murdoch, Kirchs Fehler sei gewesen, dass er beim deutschen Pay-TV nicht auf Satellitentechnik gesetzt habe. Die zum Premiere-Empfang benötigte D-Box basiert auf dem Kabelnetz der Telekom und ist laut Murdoch zu teuer und "wirklich nicht gut".

Mit der Erhöhung seines Marktanteils wolle Murdoch auch das Management des Senders steuern, selbst eine Übernahme schloss der US-Tycoon nicht aus. Kürzlich erst wurde der derzeitige HOT-Aufsichtsratschef Georg Kofler zum designierten Geschäftsführer erklärt.

"Feindselige Schritte" soll es aber nicht geben: Murdoch distanzierte sich in der "WamS" deutlich vom amerikanischen Kabelinvestor John Malone, der kürzlich angekündigt hatte, ebenfalls bei Premiere World einsteigen zu wollen.
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