Murdoch will Google ausschließen

Montag, 09. November 2009
Murdoch: WSJ.com gilt als Vorbild
Murdoch: WSJ.com gilt als Vorbild

Der australische Medienunternehmer Rupert Murdoch will Suchmaschinen weitgehend von seinen News-Angeboten aussperren. In einem Interview mit dem Sender Sky News Australia, sagte der 78-Jährige, sein Unternehmen News Corporation erwäge, redaktionelle Beiträge nicht mehr über die Suche von Newsaggregatoren auffindbar zu machen. In erster Linie richte sich dieser Schritt gegen Google, aber auch gegen Anbieter wie Microsoft und Ask.com. Murdoch sagt, dass die Website-Angebote von "Sun" und "The Times" aus dem Google-Index verschwinden könnten, sobald diese kostenpflichtig seien. Das ebenfalls zum Imperium gehörende "Wall Street Journal", das bereits kostenpflichtig ist, dient als Vorbild für diese Strategie. Hier werden jeweils die ersten Zeilen eines Artikels angezeigt, wer mehr lesen will, müsse zahlen.

Dass über Google und Co. auch User auf die Websites gelenkt werden, die diese sonst gar nicht gefunden hätten, gesteht Murdoch zu, sagt aber. "Wir möchten lieber weniger und dafür zahlende User auf unseren Websites haben." Die über Suchmaschinen gewonnenen User seien keine treuen Leser.

Murdoch gilt seit langem als Befürworter von Paid Content. "Es kostet uns eine Menge Geld, gute Zeitungen und gute Inhalte zu produzieren", argumentiert er. Ähnliche Forderungen hatte Murdoch bereits vor Monaten gestellt, allerdings ohne damit ein Einlenken der Suchmaschinenbetreiber zu erreichen. se
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