Murdoch strebt keine Mehrheit bei Premiere an

Montag, 08. Dezember 2008
Rupert Murdoch
Rupert Murdoch

Premiere-Großaktionär Rupert Murdoch ist offenbar doch nicht an einer mehrheitlichen Übernahme des Pay-TV-Anbieters Premiere interessiert. Wie der "Spiegel" vorab berichtet, will der Medienmogul ein mögliches Pflichtangebot an die übrigen Aktionäre vermeiden.  Hintergrund: Premiere braucht dringend frisches Geld. Bereits jetzt kann der Bezahlsender seinen Kreditverpflichtungen nicht mehr nachkommen und verhandelt mit seinen Banken. Eine Möglichkeit, an neue Mittel zu kommen, wäre eine Kapitalerhöhung, die Murdoch selbst zeichnen könnte. Überschreitet der Medienmogul dabei die Schwelle von 30 Prozent, muss er laut deutschem Aktienrecht ein Pflichtangebot abgeben. Derzeit hält Murdoch rund 25 Prozent an Premiere. 

Nach Informationen des "Spiegel" erwägt Murdochs Unternehmen News Corp zwar auf Druck der Banken, Anfang nächsten Jahres eine Kapitalerhöhung in gut dreistelliger Millionenhöhe bei dem angeschlagenen Sender mit zu finanzieren. Von dem dann fälligen Pflichtangebot will sich Murdoch aber von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) befreien lassen. dh
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