Murdoch strebt Sitz in Premiere-Aufsichtsrat an

Donnerstag, 03. April 2008
Rupert Murdoch
Rupert Murdoch

Rupert Murdoch will nach seinem Einstieg beim Pay-TV-Anbieter Premiere nun auch operativ Einfluss nehmen. "Ein Sitz im Aufsichtsrat wäre angemessen", sagte ein Sprecher von Murdochs Medienkonzern News Corp. gestern. Die Beteiligung an Premiere sei ein strategisches Investment. Premiere-Chef Michael Börnicke bestätigte gegenüber der "Zeit", dass entsprechende Schritte bereits bei der Hauptversammlung am 12. Juni erfolgen könnten: "Ich schließe nicht aus, dass eine Aufstockung des Aufsichtsrates auf der Tagesordnung stehen wird", sagte er der Zeitung.

News Corp. hält derzeit 19,9 Prozent an Premiere und will seine Anteile weiter aufstocken. Es wird erwartet, dass Murdoch dabei aber unter der Schwelle von 30 Prozent bleiben wird, um den übrigen Aktionären kein Übernahmeangebot machen zu müssen.

Der Medienmogul ist bereits jetzt der größte Einzelaktionär von Premiere, die übrigen 80,1 Prozent der Anteile befinden sich in Streubesitz.

Im Hinblick auf den anstehenden Verkauf der TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga erhofft sich der Pay-TV-Anbieter durch den solventen Miteigner Murdoch eine Stärkung seiner Position: "Wenn es darauf ankommt, kann ich mir vorstellen, dass uns Murdoch in jeder Form unterstützt", so die Erwartung von Börnicke. Zudem könnten beide Unternehmen in den Bereich Technik und Programm Synergien nutzen. dh





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