Multimedia-Branche: Mehr als 30.000 Workaholics

Donnerstag, 18. Juni 1998
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AOL Deutschland Medienforum . nrw Köln


Wer bei Multimedia-Firmen im Marketing arbeitet, verdient am meisten und hat die kürzesten Arbeitszeiten – so ein erstes Ergebnis des DMMV-Gehaltsspiegels, der in wenigen Wochen veröffentlicht wird.Der Untersuchung zufolge – befragt wurden 100 Unternehmen zu 25 Berufsbildern und Einstiegs- und Jahresgehalt sowie Arbeitszeiten – arbeiten die festangestellten Mitarbeiter in Agenturen, Produktionen und Service-Unternehmen im Schnitt 46,5 Stunden pro Woche. Die längste Arbeitszeit haben Projektleiter mit einer 48,5-Stundenwoche. Der Verdienst eines Projektleiters liegt aber rund 2000 Mark unter dem Jahresgehalt eines Marketing-Experten: Der verdient im Schnitt 80.000 Mark – arbeitet aber 3 Stunden pro Woche weniger als der Kollege auf der Projektseite. Konzeptioner kommen bei einer Arbeitszeit von 47,5 Stunden pro Woche auf rund 73.000 Mark. Sie liegen damit knapp über den Programmierern, die 45 Stunden pro Woche arbeiten. Grafiker verdienen dagegen deutlich unter 70.000 Mark im Jahresschnitt – arbeiten dafür aber auch „nur" 44 Stunden pro Woche. Die Einstiegsgehälter liegen der DMMV/Hightext-Untersuchung zufolge rund 25 Prozent unter dem Jahresgehalt. Ein weiteres Ergebnis: Rund ein Viertel der Unternehmen schüttet Erfolgsprovisionen aus. Dem DMMV zufolge beschäftigen die Dienstleister, Produktionen und Plattform-Anbieter wie AOL in Deutschland rund 30.000 Menschen. Jährlich werden rund 6000 weitere neue Stellen geschaffen. Die 1100 Unternehmen erwirtschaften einen Jahresumsatz von 4,3 Milliarden Mark. Die Zahlen des in Kooperation mit dem Hightext-Verlag erstellten Gehaltspiegels Multimedia präsentierte der Deutsche Multimedia-Verband (DMMV) auf dem Medienforum NRW in Köln.
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