"Münchner Abendzeitung" und Süddeutscher Verlag kooperieren

Montag, 19. Oktober 2009
Die "AZ" kann künftig Dienstleistungen des SV nutzen
Die "AZ" kann künftig Dienstleistungen des SV nutzen

In der Krise rücken viele Verlage enger zusammen: Die "Münchner Abendzeitung" (AZ) kooperiert künftig mit dem Süddeutschen Verlag. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, kann die "AZ" künftig nach Bedarf auf Dienstleistungen des Süddeutschen Verlags zugreifen. Denkbar sei eine Zusammenarbeit in den Bereichen Technik, Organisation, Vertrieb, Internet und Redaktion. Die Zusammenarbeit ist mit dem bayerischen Landeskartellamt abgesprochen. Ein gemeinsamer Anzeigenverkauf ist aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nicht möglich.

Die Zusammenarbeit ist auch mit einer Personalie verbunden: An diesem Montag tritt Dieter Schmitt als neuer Geschäftsführer der "Abendzeitung" an. Er war bislang Chef der Zeitungsgruppe Hof/Coburg/Suhl, die mehrheitlich zum Süddeutschen Verlag gehört.

Die Kooperation sei langfristig angelegt, sagt "Abendzeitung"-Verleger Johannes Friedmann gegenüber der "SZ": "Wir verschaffen uns vorausschauend in der Medienkrise Unterstützung". Ein Verkauf der "Münchner Abendzeitung", der immer wieder kolportiert wurde, scheint damit endgültig vom Tisch. "Damit ist der Bestand der 'Abendzeitung' langfristig gesichert", erklärt Friedmanns Anwalt Christoph von Hutten. dh
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