Motor-Presse-Titel fliegen aus der MA

Freitag, 09. November 2001
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Ivw Delbrück Friedrich Wehrle


Schlechte Nachrichten für die Motor-Presse-Mannschaft. Nachdem der Stuttgarter Verlag seine 26 Titel aus der IVW genommen hat, steht jetzt der Ausschluss der sechs in der Media-Analyse ausgewiesenen Titel bevor. Auf der AG.MA-Arbeitsausschusssitzung haben Vorstand und Geschäftsführung der AG.MA mitgeteilt, dass die Titel der Verlagsgruppe Motor-Presse "aus satzungstechnischen Gründen" in der kommenden Januar-MA nicht ausgewiesen werden. Nach der engen Satzungsauslegung der AG.MA ist für die MA-Ausweisung die IVW-Mitgliedschaft der Titel - nicht nur zum Zeitpunkt der Datenerhebung, sondern auch zum Zeitpunkt der Datenausweisung - erforderlich.

Die Motor-Presse-Geschäftsführung, in der neben Christian Delbrück seit einer Woche auch die G+J-Manager Friedrich Wehrle und Hartmut Bühne sitzen, sieht dies anders und will notfalls die AG.MA-Schiedsstelle anrufen. Die Titel, so die Motor-Presse-Chefs müssten ausgewiesen werden, weil sie zum Zeitpunkt der Erhebung - zwischen Oktober 2000 und September 2001 - noch IVW-Mitglieder waren. Wegen der gravierenden negativen wirtschaftlichen Folgen für den Verlag könnte die Nichtausweisung der Titel nicht akzeptiert werden.

Die MA-Reichweiten sind ein wichtiges Vermarktungsargument - zumal die IVW-Zahlen der Motor-Presse-Titel nach fehlerhaften Meldungen im Markt als unglaubwürdig gelten. Deshalb hatte der Verlag schon in der vergangenen Woche eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Überprüfung und Testierung der Auflagenzahlen aller 26 Titel beauftragt. Diese Zahlen sollen die IVW- und möglicherweise nun auch MA-lose Zeit überbrücken und als Basis für das Kompensationsangebot an Agenturen und Kunden dienen.
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