Motor Presse Stuttgart: "Substanzielles Wachstum nur mit Zukäufen"

Donnerstag, 16. Mai 2013
Volker Breid ist seit März 2012 Geschäftsführer der Motor Presse Stuttgart
Volker Breid ist seit März 2012 Geschäftsführer der Motor Presse Stuttgart


Es lohnt ein Blick ins Schwabenland: Die Motor Presse Stuttgart (MPS) schickt sich an, im Digitalen und mit neuen Geschäften so viel zu verdienen, wie sie in Print verliert. "Wenn es im Inland weiter so gut läuft, können wir in diesem Jahr mit unseren Events und vor allem mit den Werbeerlösen der journalistischen Digitalprodukte die voraussichtlichen Umsatzeinbußen im Stammgeschäft überkompensieren", sagt Volker Breid in seinem ersten Interview als MPS-Geschäftsführer gegenüber HORIZONT. Doch nicht überall läuft es so rund.
Im Interview in der Print-Ausgabe erklärt Breid, wie er im vor allem konjunkturell stark rückläufigen Geschäft in Spanien und Portugal gegensteuern will, was Manager von Publikumsverlagen von ihren Special-Interest-Kollegen lernen können - und in welchen Bereichen die MPS akquirieren will. Denn: "Substanzielles Wachstum wird für uns nur mit Zukäufen möglich sein." Und hier in HORIZONT.NET: Vier Fragen an Volker Breid zu vermeintlichen Begehrlichkeiten des Hauptgesellschafters Gruner + Jahr (59,9 Prozent).

"Zur Probe aufs Exempel ist es noch nicht gekommen"

Für Ihre Akquisitionspläne brauchen Sie Geld. Ist die Generosität Ihres Hauptgesellschafters G+J gestiegen, seitdem dieser auch für sich selbst den Charme von E-Commerce entdeckt hat?
Ich gehe davon aus, dass wir die nötigen Investitionsmittel erhalten. Allerdings haben sich bei G+J ja bekanntlich seit Herbst 2012 auf Vorstandsebene zweimal nachhaltige Veränderungen ergeben, weshalb es hier noch nicht zur Probe aufs Exempel gekommen ist.

Ihr Hauptgesellschafter hat gerade "Communities of Interest" für sich entdeckt. Ihr Thema Mobilität ist eine solche. Spüren Sie Begehrlichkeiten einer Eingemeindung bei G+J?
Nein, überhaupt nicht.

Und bei der Vermarktung? G+J Media Sales hat in den vergangenen Jahren immer mal wieder sein Interesse an einem Mandat für das MPS-Portfolio durchblicken lassen.
Das wäre für uns der falsche Weg. Special Interest unterscheidet sich fundamental von General-Interest-Vermarktung. Die allermeisten unserer Titel betreiben kaum Agenturgeschäft, sondern leben vom Direktverkauf mit persönlichen Kontakten in kleinteilige, spezielle Branchen. Das können wir am besten selber leisten.

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Das komplette Interview lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 20/2013, die am Donnerstag, 16. Mai erscheint.

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Aber "Auto Motor und Sport" und "Men's Health" haben doch sicher Agenturgeschäft?
Ja, aber im Automarkt brauchen wir keinen Großverlag als Türöffner. Und generell bei Männerzielgruppen kennen wir uns bestens aus. Etwas anders sieht es im Frauenmarkt aus: Hier haben wir das Mandat für "Women's Health" an G+J Media Sales vergeben. Den Sportartikelmarkt von "Women's Health" allerdings bearbeiten wir aus den erwähnten Gründen weiterhin selber.
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