Motor-Presse-Chef Delbrück ringt um Vertrauen

Donnerstag, 08. November 2001

Für die Mitarbeiter der Motor-Presse Stuttgart hat sich der neue Sprecher der Geschäftsführung, Christian Delbrück, bei seinem Amtsantritt diese Woche stark gemacht. In einem Brief an die vom IVW-Skandal gebeutelte Mannschaft bewahrt er sich "mit Nachdruck gegen unsachliche Anschuldigungen und pauschale Diskreditierungen gegenüber der Motor-Presse sowie ihren Mitarbeitern". Der Verlag bekenne sich eindeutig zu den fehlerhaften IVW-Meldungen, die laut Delbrück für die Quartale 3/2000 bis 1/2001 festgestellt wurden.

Für mehr Klarsicht und eine handfeste Argumentationsgrundlage gegenüber den Anzeigenkunden soll eine zusätzliche Prüfung und Testierung der Auflagenzahlen durch Arthur Andersen sorgen. Den betroffenen Werbekunden werde ein "faires Kompensationsangebot unterbreitet". Gemeinsam mit seinen Geschäftsführungskollegen, den Gruner + Jahr-Managern Friedrich Wehrle und Hartmut Bühne, will sich Delbrück mit aller Kraft "für die Schadensbegrenzung einsetzen".

Dazu gehört auch der Wiedereintritt der 26 Motor-Presse-Titel in die IVW. Da der Verlag den Wechsel des Vertriebs zu G+J zum Anlass für den freiwilligen Austritt genommen habe, setze man auf einen Wiedereintritt vor Ablauf der in der IVW-Satzung festgehaltenen Zweijahresfrist, sagt Wehrle. Vorerst muss er jedoch im AG.MA-Arbeitsausschuss dafür kämpfen, dass die Motor-Presse nicht noch aus der Media-Analyse fliegt. Da die Titel nicht in der IVW sind, droht die Nichtausweisung in der Sommer-MA im kommenden Jahr.
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