Mobile Lions: Starker Einstand für Deutschland

Mittwoch, 20. Juni 2012
Mobile ist in Cannes erstmals eine eigene Wettbewerbssparte
Mobile ist in Cannes erstmals eine eigene Wettbewerbssparte


Kann Deutschland Mobile? Und Ob: Bei der Cannes-Premiere der Kategorie haben die deutschen Teilnehmer ein Traumergebnis hingelegt: Einmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze lautet die Ausbeute. Gut die Hälfte der deutschen Shortlist-Platzierungen haben sich somit in einen Löwen verwandelt.
YOC und Carat Düsseldorf holen mit dem "Mystery Ad" für Nokia Gold
YOC und Carat Düsseldorf holen mit dem "Mystery Ad" für Nokia Gold
Besonders groß wird die Freude bei YOC und Carat Düsseldorf sein: Der Mobile-Marketing-Dienstleister und die Mediaagentur räumten mit der "Mystery Ad" für Nokia, die auf iOS- oder Android-Geräten die mobile Variante von Microsoft Windows erscheinen lässt, einen goldenen Löwen ab. Die Arbeit sei ein exzellentes Beispiel dafür, dass insbesondere Werbung auf Tablets eine spannende Erfahrung sein könne, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Gleich zweimal punktete die Serviceplan-Abteilung Plan.net: Die Kampagne "Beating Facts" für die Initiative Frauen gegen Gewalt erhält einen silbernen Löwen in der Subkategorie "Tablets and other devices", in der Sparte "Charities, Not for Profits and Public Information" wird die Arbeit mit einer bronzenen Trophäe ausgezeichnet. Das zweite Bronze für Deutschland holt die Münchner Agentur Conraid Caine mit der App "Recollections" im Auftrag von Siemens.

Grand Prix geht an Coca-Cola

Für ein rundum komplettes Mobile-Debut bei den Cannes Lions sorgt die Jury, indem sie auch einen Grand Prix vergibt: Das "Project Re:Brief" für Coca-Cola im Auftrag von Google zeige alle Möglichkeiten mobiler Werbung exemplarisch auf, lobte die Jury um Chairman Tom Eslinger (Saatchi & Saatchi) die Kampagne, bei der Nutzer mit ihrem mobilen Endgerät einem Menschen irgendwo auf der Welt eine Cola spendieren konnten. Das kreative Konzept der Kampagne stammt von den Agenturen Grow Interactive und Johannes Leonardo.

Jurychef Tom Eslinger
Jurychef Tom Eslinger
Für die kommenden Jahre erwartet Eslinger noch ausgefeiltere Mobile-Kampagnen - und natürlich mehr Einreichungen. In diesem Jahr fanden 965 Arbeiten ihren Weg nach Cannes, 99 davon schafften es auf die Shortlist. Wiederum 54 davon werden mit einem Löwen ausgezeichnet. Stärkste Nation im Löwenranking sind die USA mit 13 Auszeichnungen gefolgt von Schweden, das neun Löwen mit nach Hause nimmt. ire
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