Mobile Facts lassen weiter auf sich warten / Erste Strukturdaten liegen vor

Montag, 27. Februar 2012
Laut OVK-Prognose hat mobile Werbung 2011 40 Millionen Euro brutto umgesetzt
Laut OVK-Prognose hat mobile Werbung 2011 40 Millionen Euro brutto umgesetzt

Während die Mobile Facts der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (Agof) weiterhin auf sich warten lassen - ein sicherer Veröffentlichungstermin ist noch immer nicht kommuniziert worden - legt der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft nun erste Zahlen der Messung vom Oktober 2011 vor. Demnach ist die Zahl der Unique Mobile User (UMU), also aller Nutzer ab 14 Jahren, die in den letzten 30 Tagen auf eine mobile Website oder App zugegriffen haben, seit 2010 deutlich angestiegen: 2011 surften bereits 16,95 Millionen Erwachsene mobil, während es 2010 noch 10,95 Millionen waren (plus 55 Prozent). Damit liegt die Reichweite mobiler Angebote bei 24,1 Prozent (2010: 15,5 Prozent).

Soziodemografisch gesehen ist der Großteil der Nutzer männlich (60,2 Prozent), der Altersschwerpunkt liegt bei den 20- bis 29-Jährigen (28 Prozent), wobei auch in den Altersgruppen 14-19, 30-39 und 40-49 der Prozentsatz der UMUs über dem der Gesamtbevölkerung liegt. Zudem sind mobile Nutzer tendenziell besser gebildet als der Durchschnitt: 39 Prozent haben (Fach-)Abitur, in der Gesamtbevölkerung sind es nur 27,7 Prozent. Berufstätige (68,2 Prozent; Gesamtbevölkerung: 54 Prozent) und in Ausbildung befindliche Personen (22,5 Prozent; Gesamtbevölkerung: 11,8 Prozent) sind ebenfalls überdurchschnittlich stark vertreten.

Im Agof Mobile Universum werden 61 mobile Websites und 75 Apps gemessen, die den Markt mit seinen großen Portalen und Medienmarken widerspiegeln soll. Für die Mobile Facts, die ursprünglich mit ihrer zweiten Welle bereits zur Dmexco 2011 erscheinen sollen, arbeitet die Sektion Mobile der Agof mit den entsprechenden Gremien des BVDW und der Unit Mobile Advertising im BVDW (MAC)  zusammen. Grund für die Verzögerung der Veröffentlichung ist laut Arne Wolter, stellvertretender Vorsitzender des OVK, die unvorhergesehene Komplexität der App-Auswertung.Ausgewiesen werden Angebote von ausgewählten OVK-Vermarktern sowie sowie Anbietern wie Yoc, O2 und Vodafone.   sw
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