Mobile Apps: Kostenlose Angebote mit Werbung bevorzugt

Donnerstag, 26. August 2010
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Kostenlose Applikationen für Smartphones und Tablet-PCs können am besten durch Werbung refinanziert werden. Zwischen 60 und 68 Prozent der Teilnehmer der Befragung „Trend im Prozent - Erfolgspotenzial mobiler Apps" des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) sind davon überzeugt. „Seit Jahren stellt die Werbefinanzierung qualitativ hochwertige Inhalte auf Websites wie Nachrichtenportalen und Videoplattformen sicher. Dieses Finanzierungsmodell wird sich auch bei Apps durchsetzen, da es für den Nutzer kostenlos ist und seinen Gewohnheiten entspricht", sagt Paul Mudter (IP Deutschland), Vorsitzender des Online-Vermarkterkreis (OVK) im BVDW.

Das Erfolgspotenzial von Hybridmodellen, also Kombis aus Paid-Content und Werbefinanzierung, ist dagegen begrenzt: Lediglich etwa jeder Dritte hält diese Refinanzierungsform für sehr aussichtsreich. Die geringsten Erfolgschancen haben laut Studie Smartphone-Apps, die als reine Abo-Modelle konzipiert sind. Nur jeder Fünfte hält diese Variante für aussichtsreich.

Etwas besser dagegen fallen die Einschätzungen von Abo-Modellen für iPad und Co aus: Rund 40 Prozent halten diese für erfolgversprechend. Bleibt noch die Pay-per-Download-Variante: Ihr räumt die Mehrzahl sowohl bei Smartphone-Apps (48 Prozent) als auch bei Tablet-Apps (45 Prozent) ein hohes Erfolgspotenzial ein.

„Werbefinanzierte und kostenpflichtige Angebote können sich gerade im mobilen Bereich ergänzen, denn die grundsätzliche Bereitschaft zur Bezahlung von Angeboten und Services ist vorhanden", ergänzt Thomas Mendrina (Axel Springer Media Impact), Leiter des Mobile Advertising Circle (MAC) im BVDW. „Allerdings benötigen kostenpflichtige Inhalte, die über Kanäle wie mobile oder Tablet-PCs bereitgestellt und distribuiert werden, einen wirklichen Mehrwert in Form von Einzigartigkeit oder Exklusivität."

Besonders gut eignen sich im Übrigen Nachrichten- und Spieleinhalte für eine Tablet-Applikation. „Alltagshelfer" (Wetter, Währungsrechner) und standortbezogene Dienste indes findet nur ein Drittel sinnvoll. An der Umfrage, die im Juli stattfand, nahmen 94 Personen teil. se
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