Mobile Advertising: Werbevolumen soll 2011 auf 40 Millionen Euro steigen

Mittwoch, 21. September 2011
Mobile-Kampagnen und Mobile-Werbetreibende (Zum Vergrößern bitte klicken)
Mobile-Kampagnen und Mobile-Werbetreibende (Zum Vergrößern bitte klicken)

Mobile Werbung setzt sich im Markt weiter durch: Das Bruttowerbevolumen soll in diesem Jahr laut Prognose des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft (BVDW) auf 40 Millionen Euro steigen, liegt damit aber noch immer auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt sich das Werbevolumen. Das geht aus dem „MAC Mobile Report 2011/2011“ hervor, den der BVDW veröffentlicht.

Im 1. Halbjahr 2011 haben demnach 207 Unternehmen Kampagnen auf mobilen Endgeräten geschaltet, im Vorjahreszeitraum waren es noch 137. Auch die gesamte Kampagnenzahl ist gestiegen: 609 mobile Kampagnen wurden im 1. Halbjahr 2011 auf Smartphones ausgeliefert (Vorjahreszeitraum: 545). Durchschnittlich wurde eine Kampagne auf 8,9 Plattformen, also mobilen Websites und Apps, geschaltet, im Vorjahreszeitraum waren es noch fünf.

Vor allem Unternehmen aus den Bereichen Telekommunikation, Computer, Medien und Automobil werben bereits mobil. Mittelfristig gilt der Handel als Industriezweig mit hohem Potenzial für Mobile Advertising, vor allem, wenn die Nutzung von Coupons auf dem Smartphone künftig erleichtert wird. Wachstumsbranchen sind zudem Dienstleistung, Touristik, Ernährung und Finanzen.

Branchenverteilung der Mobile-Kampagnen (Zum Vergrößern bitte klicken)
Branchenverteilung der Mobile-Kampagnen (Zum Vergrößern bitte klicken)


Treiber für das Marktwachstum sind laut Dirk Kraus, CEO von Yoc, der wachsende Smartphone-Absatz, neue Content-Angebote, höhere Übertragungsraten sowie die Weiterentwicklung von Apps und Endgeräten.

Künftig will der BVDW eine deutschlandweite Messung der mobilen Ad Spendings anstreben, um eine valide Markteinschätzung zu ermöglichen. Hierzu muss eine Methode zur Messung der realen Umsätze mit Mobile Display Advertising über mobile Websites und Apps entwickelt werden.

Die Untersuchung der Werbewirkung steckt ebenfalls noch in den Kinderschuhen. Der „MAC Mobile Report“ zeigt jedoch bereits erste Ergebnisse der „Kinnie 2011“-Studie, bei der die maltesische Getränkemarke Kinnie, die in Deutschland nicht erhältlich ist, mobil beworben wurde. Für die Studie wurden Banner auf den mobilen Websites von Axel Springer, G+J EMS, Tomorrow Focus, United Internet Media und Yoc geschaltet. Die ersten Ergebnisse bestätigen die Wirkung im Bezug auf Markenbekanntheit (Nullmessung: 5,4 Prozent, Kampagnenmessung: 11,1 Prozent), Werbeerinnerung (NM: 4,4 Prozent, KM: 13,6 Prozent) sowie gestützte Werbeerinnerung (NM: 8,1 Prozent, KM: 26,1 Prozent). sw
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