"Missy Magazine" kämpft ums Überleben

Dienstag, 27. November 2012
"Missy Magazine" bietet Popkultur für Frauen
"Missy Magazine" bietet Popkultur für Frauen

Seit mittlerweile vier Jahren gibt es die kleine, aber fein gemachte Popkulturzeitschrift  "Missy Magazine" für Frauen. Die Zielgruppe ist überschaubar, die Auflage ebenfalls, doch bislang konnten die engagierten Macherinnen das Magazin immerhin am Leben erhalten. Mit einem  Benezifkonzert soll nun eine Marketingkampagne finanziert werden. Mit "Missy" wollten die Journalistinnen Sonja Eismann, Chris Köver und Stefanie Lohaus der männlich dominierten Popkultur und seinen publizistischen Aushängeschildern wie "Intro" und "Spex" eine weibliche Sichtweise entgegensetzen: Ein Magazin für junge Frauen, "das aus einer weiblichen Perspektive über Popkultur, Politik und Style berichtet. Ohne Diäten und anderen Quatsch."

Doch die Zielgruppe ist offensichtlich ebenso klein und fein wie das Magazin selbst: Zum Start betrug die Druckauflage rund 15.000 Exemplare, inzwischen sind es gerade einmal 20.000. Ein Konzert soll nun Abhilfe schaffen: Am Donnerstag findet in Berlin das Konzert "Missy Magazine supported by Peaches und Jolly Goods" im Festsaal Kreuzberg statt. Die Einnahmen sollen laut "taz" in eine Marketingkampagne für das Magazin fließen. Außerdem ist das Team derzeit auf Promotiontour quer durch Deutschland unterwegs. Es besteht also noch Hoffnung, dass "Missy" die weitgehend gleichgeschaltete Landschaft der Frauenmagazine auch weiterhin bereichert: Das Konzert in Berlin ist mittlerweile ausverkauft. dh
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