Mirror und Trinity vereinbaren Fusion

Mittwoch, 04. August 1999

Nach monatelangen Verhandlungen haben der britische Medienkonzern Mirror Group, London, und die regionale Tageszeitungsgruppe Trinity, Chester, ihre Fusion vereinbart. Finanztechnisch handelt es sich dabei um eine Übernahme der Mirror Group durch Trinity in einer Größenordnung von 1,2 Milliarden Pfund. An dem neuen Verlagsriesen wird die Mirror Group mit 51,6 Prozent und Trinity mit 48,4 Prozent beteiligt sein. Die Kartellbehörden haben ihre Zustimmung zum Zusammenschluß beider Verlage davon abhängig gemacht, daß Trinity vier seiner regionalen Titel, darunter das Flaggschiff, den sehr populären nordirischen „Belfast Telegraph", verkauft. Die Aufmerksamkeit richtet sich jetzt darauf, ob Regional Independent Media und David Montgomery, der im Februar bei der Mirror Group ausgeschiedene Chief Executive, ein Gegenangebot machen. Analysten gehen davon aus, daß es für Montgomery schwierig werden dürfte, Trinity zu überbieten, weil er keine Synergieeffekte erzielen kann. Montgomery war zu Jahresbeginn von seinem Posten bei der Mirror Group zurückgetreten, weil der größte Mirror-Aktionär, die Fondsgesellschaft PDFM, ihn als Hindernis auf dem Weg zu einer Übernahme durch Trinity sah. Treibende Kraft war dabei Mirror-Chairman Victor Blank gewesen, der auch als Chairman der fusionierten Gruppe fungieren soll.
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