Minus 48 Prozent: Wie Marketingentscheider die Zukunft von Kinowerbung beurteilen

Mittwoch, 18. März 2009
Sagt Kinowerbung leichte Erholung voraus: Uwe Becker
Sagt Kinowerbung leichte Erholung voraus: Uwe Becker

 Die Zahl ist mehr als besorgniserregend: Um satte 48,5 Prozent sind die Werbeumsätze des Mediums Kino im Jahr 2009 zurückgegangen. Die absoluten Zahlen klingen beinahe noch schlimmer: Gerade einmal 5 Millionen Euro konnte der Werbeträger laut Nielsen Media Research im Januar und Februar 2009 bei den Werbungtreibenden einsammeln - wohlgemerkt brutto.   Trotz der katastrophalen Umsatzentwicklung wissen die deutschen Werbungtreibenden, was sie an Kinowerbung haben - und vertreten mehrheitlich die Auffassung, dass das Medium auch in Krisenzeiten eine Existenzberechtigung hat. Das ist das Ergebnis einer Ad-hoc-Umfrage von HORIZONT.NET unter Marketing-Entscheidern deutscher Unternehmen.

  So glaubt etwa Uwe Becker, Media Director beim Big Spender Unilever, dass das Minus im Jahresverlauf nicht mehr so hoch sein wie jetzt. "Die großen Filme sind da beziehungsweise kommen im Laufe des Jahres in die Kinos, und in Krisenzeiten gönnt man sich schon einmal ein kleines Freizeitvergnügen an Stelle eines größeren", so Becker gegenüber HORIZONT.NET. Susanne Moormann, Head of Marketing Nokia Deutschland, glaubt ebenfalls fest daran, dass das Medium seinen festen Platz im Kommunikationsmix der Werbungtreibenden verteidigen wird: "Kinowerbung ermöglicht nach wie vor eine relativ genau einzuschätzende zielgruppenspezifische Ansprache. Dieser Vorteil wird von Unternehmen weiterhin gesehen und geschätzt", so Moormann. Auch traditionell wichtige Kino-Werber wie Mercedes-Benz und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband sind von dem Werbeträger überzeugt und wollen auch in Zukunft in Kinospots investieren.

Die ausführlichen Antworten sowie weitere Statements von deutschen Marketingentscheidern wie O2, InBev, McDonald's und Klarmobil.de sind über die in diesem Beitrag eingeklinkte Galerie abrufbar. mas

Mehr zu den Nielsen-Zahlen und zur Entwicklung der einzelnen Werbeträger steht in der aktuellen Ausgabe von HORIZONT (12/2009) vom 19. März.
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