Ministerpräsidenten verabschieden Bruttoprinzip

Freitag, 26. Februar 1999

Auf der Mediensonderkonferenz haben sich die Ministerpräsidenten bezüglich der Fernsehwerbung aufFestschreibung des Bruttoprinzips geeinigt. Damit dürfen die TV-Sender jetzt offiziell die Anzahl der Werbeunterbrechungen auf Basis der Spielfilmlänge inklusive Werbeblöcke berechnen. Zudem sollenim neuen Rundfunkstaatsvertrag die EU-Werberegelungen für Teleshopping umgesetzt werden. Die Umsetzung weiterer Werberegelungen, wie etwa bezüglich virtueller Werbung oder Screen-splitting, wurden nicht konkretisiert. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, Kurt Beck, betonte jedoch, die Länder wollten die Möglichkeiten der EU-Fernsehrichtlinie "voll ausschöpfen". Dies könnte eine Liberalisierung des Blockwerbegebots sowie der Abstandsregelung für Werbeunterbrechungen bedeuten.
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