Mindshare: Facebook-Fans nehmen Marken nur am Rande wahr

Donnerstag, 05. Mai 2011
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Der durchschnittliche Facebook-User ist jung, gebildet, urban, weiblich - und erwartet auf der Social Media-Plattform keine Markenkommunikation. Zu diesem Ergebnis kommt das Frankfurter Media-Network Mindshare in einer aktuellen Studie. Dazu hatte das Unternehmen 497 regelmäßige Facebook-Nutzer im Alter zwischen 18 und 49 Jahren befragt. Das gemeine Facebook-Mitglied nimmt von Marken und Werbung bei Facebook nur am Rande Notiz: Lediglich 20 Prozent der Nutzer erwarten dort eine Marken-Präsenz. Jene Nutzer, die Fan einer Markensite sind, kannten das Produkt in der Regel schon vorher. Deswegen sei Facebook für das Neukundengeschäft von Unternehmen nur bedingt brauchbar, gibt Mindshares Digital-Geschäftsführer Thorsten Mandel zu bedenken: "Marken werden auf Facebook sehr neutral wahrgenommen. Neue Kunden sind hier nur sehr schwer zu gewinnen, vielmehr können alte Freundschaften, das heißt bestehende Kundenbeziehungen, verstärkt werden."

Die meisten Menschen tummelten sich bei Facebook, um sich dort mit und übereinander auszutauschen. 84 Prozent der Studienteilnehmer seien auf der Plattform, um "zu schauen, was die Freunde machen." Lediglich elf Prozent suchen dort nach Marken oder Produkten. Mandel rät Unternehmen daher, sich vor einem Facebook-Engagement eine genaue Strategie zu überlegen: "Marken, die sich auf Facebook engagieren wollen, sollten vorher genau analysieren, was die User erwarten und was sie davon einlösen können."

Das Media-Network Mindshare gehört zur Group M, der Media-Holding des weltgrößten Kommunikationskonzerns WPP. Hervorgegangen ist Mindshare 1997 aus der Fusion der Mediaabteilungen von Ogilvy und JWT. ire
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