Mindline-Studie: TV wird Parallelmedium

Donnerstag, 05. Februar 2009
Mindline Media: Fernsehen wird zum Parallelmedium
Mindline Media: Fernsehen wird zum Parallelmedium
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Parallelmedium Fünfte Fernseher


Fast jeder Dritte telefoniert, während er den Fernseher eingeschaltet hat, jeder Fünfte liest nebenher und schon jeder Achte surft im Internet. Damit entwickelt sich Fernsehen zunehmend zum Parallelmedium. Zu diesem Ergebnis kommt das Berliner Marktforschungsinstitut Mindline Media, das im Dezember 2008 rund 1000 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren nach ihren Mediennutzungsgewohnheiten gefragt hat. Während Männer und Frauen in etwa gleich häufig zum Telefon oder Buch greifen, sind Männer häufiger im Netz unterwegs als Frauen oder spielen am Computer, Internet oder Handy. Auch zwischen den Altersgruppen zeichnen sich Unterschiede ab. Rund 40 Prozent der 14- bis 29-Jährigen telefonieren parallel. Sie lesen dafür selten. Auch die Möglichkeit, nebenher zu surfen, chatten, spielen, SMS zu schreiben und sogar Musik zu hören (18 Prozent) nutzen sie wesentlich häufiger als die ab 30-Jährigen. Bei den über 50-Jährigen sieht es anders aus: Zwar liest jeder Vierte nebenher und mehr als jeder Fünfte telefoniert, aber alle anderen kommunikativen Nebenbeschäftigungen spielen eine deutlich geringere Rolle.

Bei der Mediennutzung zeichnet sich immer noch ein starkes Ost-West-Gefälle ab: Im Westen telefoniert knapp ein Drittel, im Osten lediglich ein Viertel während des Fernsehens. Auch das Internet wird deutlich häufiger in den alten Ländern nebenher genutzt. pap
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