Microsofts Webportal MSN will für Zusatzinfos künftig Geld verlangen

Montag, 26. Februar 2001

Bereits in den kommenden zwölf Monaten soll es soweit sein: Die Nutzung von zusätzlichen Informationen auf MSN wird Geld kosten. Dies hat Neil Holloway, Chef von Microsoft in Großbritannien, angekündigt. Dabei hat Holloway eine jährliche Gebühr von rund 180 Mark im Sinn. Laut VWD verstehen die Microsoft-Manager unter Zusatzservices unter anderem Filter gegen Spam-Mails. Yahoo Deutschland-Geschäftsführer Peter Würtenberger hat gegenüber HORIZONT.NET bereits angekündigt, dass sich auch sein Unternehmen Premiumservices bezahlen lassen will. Ähnliche Überlegungen soll es bei AOL geben. Der Grund liegt nahe: Da sich sowohl MSN, AOL und Yahoo überwiegend über Onlinewerbung refinanzieren, die Budgets und der durchschnittliche Tausend-Kontaktpreis derzeit jedoch stagnierend bis rückläufig sind, ist die Suche nach neuen Erlösquellen überlebensnotwendig. AOL versucht beispielsweise mit einem Shop zusätzliche Umsätze einzufahren. Yahoo kooperiert mit Jamba im Bereich Klingeltöne. Brancheninsider befürchten jedoch, dass sich das durch fehlende Online-Werbeumsätze gerissene Loch mittelfristig nicht stopfen lassen wird.
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